STEYR / STEYR-LAND. Die Arbeitslosenquote im Bezirk Steyr ist im Mai 2026 leicht auf 7,5 Prozent gesunken (Vorjahr: 7,7 Prozent). Damit liegt der Bezirk über dem oberösterreichischen Schnitt, zeigt aber eine etwas stärkere Entspannung als das Bundesland insgesamt.
Weniger Arbeitslose als im Vorjahr
Mit Ende Mai waren im Bezirk 3.335 Personen beim AMS vorgemerkt. Das entspricht einem Rückgang von 2,6 Prozent bzw. 90 Arbeitsuchenden gegenüber dem Vorjahr (Oberösterreich gesamt: –0,8 Prozent).
Nach Altersgruppen zeigt sich der Rückgang insbesondere bei den Jüngeren:
- bis 19 Jahre: 57 Arbeitslose, –2 Personen
- 20–24 Jahre: 276, –40 Personen
- 25–29 Jahre: 344, –50 Personen
In den mittleren Altersgruppen (30–49 Jahre) ist die Veränderung gering, während bei den über 60-Jährigen die Arbeitslosigkeit um 11 Personen zunahm.
Beim Bildungsniveau ist vor allem bei Personen mit Pflichtschulabschluss ein deutlicher Rückgang zu sehen (–134 Personen, aktuell 1.571). Demgegenüber steigt die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen mit höherer Schule (+34 Personen, 270) und akademischer Ausbildung (+14 Personen, 182).
Offene Stellen nehmen weiter zu
Der Neuzugang von 427 Jobangeboten (um 12 weniger als im Vorjahr) sorgt am Monatsende für einen Bestand von 834 sofort verfügbaren Stellenangeboten – das sind um 36 mehr als im Vorjahr.
Regional verteilt sich die Arbeitslosigkeit wie folgt: In der Stadt Steyr sind 2.026 Personen vorgemerkt (–172 gegenüber dem Vorjahr), im Bezirk Steyr-Land 1.309 (+82). Deutliche Rückgänge gibt es etwa in Maria Neustift (–8 Personen) und Gaflenz (–4), während Gemeinden wie Wolfern (+21), Großraming (+14) oder Ternberg (+16) starke Zuwächse verzeichnen.
Lehrstellen: Mehr Angebote, mehr Suchende
Zudem waren 114 sofort verfügbare Lehrstellen gemeldet, um 54 mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig suchten 83 Jugendliche sofort eine Lehrstelle, das sind 22 mehr als im Mai 2025. Insgesamt waren 229 Lehrstellensuchende beim AMS registriert sowie 161 offene Lehrstellen.
Problemhzone Langzeitarbeitslosigkeit
Trotz der insgesamt positiven Entwicklung bereitet die Langzeitarbeitslosigkeit Sorgen:
866 Personen sind bereits länger als ein Jahr vorgemerkt. Das sind um 186 Menschen mehr als im Vorjahr – ein Anstieg von 27,4 Prozent (Oberösterreich gesamt: +24,9 %).
Zusätzlich befanden sich 894 Personen in Schulungsmaßnahmen des AMS (Vorjahr: 916), was auf ein weiterhin hohes Niveau an Qualifizierungs- und Weiterbildungsaktivitäten hinweist.
Fazit: Der Arbeitsmarkt im Bezirk Steyr zeigt im Mai 2026 ein gemischtes Bild: Ein leichter Rückgang der Gesamtarbeitslosigkeit und mehr sofort verfügbare Stellen stehen einer deutlich steigenden Langzeitarbeitslosigkeit und regional stark divergierenden Entwicklungen gegenüber. Für Unternehmen auf Personalsuche wie auch für Arbeitsuchende bleiben Qualifizierung und regionale Mobilität zentrale Themen.