KRONSTORF / LINZ-LAND. Am Freitag, 12. Juni 2026, versammelten sich Gegner und Kritiker beim im Bau befindlichen Google-Rechenzentrum in Kronstorf (Bezirk Linz-Land) zu einer Protestkundgebung. Die Aktion stand unter dem Motto: „Erst denken, dann entscheiden! Nein zum Stromfresser Google!“.
Die Kritikpunkte der Initiativen
Zum Protest aufgerufen hatten unter anderem die Initiativen „Da Huat brennt“, „Solidarwerkstatt“, „Parents for Future“ und „Guter Grund“. Kritisiert werden vor allem der erwartete Energie- und Wasserverbrauch, der Flächenbedarf sowie mögliche Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Außerdem stellte man Fragen nach der Herkunft des benötigten Stroms und den Folgen für das Grundwasser, aus dem – so die Meinung der Kritiker – über zwei Milliarden Liter pro Jahr entnommen und mit Chemikalien versetzt wieder in die Enns zurückgeleitet werden.
Harald Müllner von der Bürgerinitiative Datencenter Kronstorf: „Wir lassen uns nicht länger mit isolierten Einzelgutachten abspeisen, während nebenan ca. 70 Hektar Boden versiegelt werden und über zwei Milliarden Liter Wasser pro Jahr aus unserem Grundwasser verschwinden. Wir fordern eine ehrliche Gesamtbetrachtung!“
Dieter Wallentin von der Initiative „Da Huat brennt“: „Wir fordern von der Politik: absolute Transparenz bei Großbauprojekten, die massiv in unser Leben eingreifen! Schutz unserer besten Ackerböden! Schutz unseres Grundwassers und unserer Flüsse!“
Initiativen fordern Moratorium
Die Initiativen fordern, dass der Bau neuer Rechenzentren vorerst ausgesetzt wird, bis bestimmte Fragen – etwa zu Umweltfolgen, Energie- und Wasserverbrauch oder gesellschaftlichen Auswirkungen – ausführlich geklärt und öffentlich diskutiert wurden.
Bildquelle: Solidarwerkstatt
