• BEZIRK: STEYR
Oben: Die Tour de Steyr führt zu den einzelnen Projekten, wie hier Flößerhaus und Gartenhaus. Foto © Mayr.

STEYR. Bei den Open Studios Steyr und Architekturtagen26 wurde unter dem Titel „Was Steyr verbindet, Expedition zu den Infrastrukturen des Alltags“ die Stadt die Stadt Steyr selbst zur Bühne für Baukultur und Austausch. Rund 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkundeten aktuelle Projekte zwischen Architektur, Stadtentwicklung, Freiraum, Bildung, Energie und Erinnerungskultur. Den Auftakt bildete das Paddlerhaus, wo die Kreativen mit den Projektverantwortlichen und Vizebürgermeisterin die neue Marke Steyr präsentierten.

Anschließend führte die "Tour de Steyr" mit dem Fahrrad quer durch die Stadt zu Projekten rund um Wohnen, Bildung, Stadtentwicklung, Energiegewinnung, Erinnerungskultur und die Weiterentwicklung öffentlicher Räume. 

Die Bandbreite der Stationen reichte vom Siebensternehaus über das geplante Kleinwasserkraftwerk Zwischenbrücken, den Lernort Synagoge und die sanierte HTL Steyr bis zum Wohnprojekt "Unsereins", aktuellen Revitalisierungen im Steyrdorf sowie neuen (Freiraum-)Projekten entlang der Flüsse. Zahlreiche Projektverantwortliche, Planende, Kreativschaffende, Eigentümer:innen und Vertreter:innen öffentlicher Institutionen gewährten Einblicke in ihre Arbeit und diskutierten Herausforderungen, Chancen und Zukunftsperspektiven ihrer Projekte. 

Den Abschluss bildete das Museum Arbeitswelt mit seinem geplanten Außenanlagen- und Entsiegelungsprojekt sowie die Zeugstätte III im Wehrgraben, wo aktuelle Entwicklungen rund um das Gebäude sowie die künftige gastronomische Nutzung präsentiert wurden. 

Gemeinsam die Zukunft der Stadt denken
Was die Open Studios Steyr besonders machte, war jedoch nicht allein die Vielzahl der Projekte. Es war die außergewöhnliche Dichte an Menschen, die ihre Erfahrungen, Visionen und Perspektiven teilten. An einem einzigen Tag kamen Vertreter:innen aus Architektur, Design, Stadtplanung, Bildung, Kultur, Politik, Wirtschaft, Handwerk, Denkmalpflege, Energieversorgung und Zivilgesellschaft miteinander ins Gespräch. Kritische Fragen trafen auf mutige Ideen, Fach- auf Alltagswissen, Visionen auf konkrete Umsetzungserfahrungen. 

Das Kurator:innenteam – Andreas Kupfer (Projekt + Prozess), Julia Krendl (Julia Krendl Architektur), Barbara Ambrosz (Lucy.D) und Daniela Zeiner (Zukunftsregion Steyr) – zieht ein positives Fazit: „Die zahlreichen Gespräche, Diskussionen und Begegnungen entlang der Tour machten deutlich, dass Baukultur weit mehr ist als das Planen und Bauen von Gebäuden – sie entsteht dort, wo Menschen gemeinsam über die Zukunft ihrer Stadt nachdenken.“

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