TERNBERG / STEYR-LAND. In der Marktgemeinde Ternberg entsteht derzeit eine neue Sportanlage zwischen Ennsfluss und Eisenbundesstraße (B 115) außerhalb des Ortsgebietes in Richtung Losenstein. Auf insgesamt rund 30.000 Quadratmetern Fläche werden zwei Fußballfelder – eines davon als Trainingsplatz – sowie drei Tennisplätze errichtet.
Kosten, Grünflächen und Kritik aus der Bevölkerung
In Teilen der Bevölkerung sorgt das Projekt für Diskussionen. Kritiker bemängeln vor allem den hohen finanziellen Aufwand sowie die zusätzliche Verbauung von Grünflächen im landschaftlich sensiblen Ennstal. Einige Gemeindebürger vertreten die Ansicht, dass eine Sanierung und Erweiterung der bestehenden Sportanlage kostengünstiger und umweltschonender gewesen wäre.
Gemeinderat beschließt Neubau
Ursprünglich war eine Sanierung und Erweiterung der bestehenden Sportanlage im Ort im Gespräch. Laut Bürgermeister Günther Steindler basiert das nun umgesetzte Projekt auf einem klaren Beschluss des Gemeinderates. Eine Sanierung der bestehenden Anlage sei, so Steindler, „in sinnvoller Weise nicht möglich“ gewesen.
Als einen der Hauptgründe nennt der Bürgermeister den fehlenden zusätzlichen Grund, der für eine zeitgemäße Erweiterung nötig gewesen wäre. „Wir hätten für eine vernünftige Sanierung und Anpassung an heutige Standards schlicht nicht den notwendigen zusätzlichen Grund zur Verfügung gehabt. Daher war für den Gemeinderat klar, dass wir an einem Neubau nicht vorbeikommen“, erklärt Steindler.
Klubhaus, Budgetkorrektur und Zeitplan
Ein zentraler Punkt in der aktuellen Diskussion ist das Klubgebäude. Dieses ist für den Vollbetrieb der Anlage – insbesondere für Umkleiden und Duschen – unverzichtbar. In der ursprünglichen Planung war das Klubhaus Teil des Gesamtprojekts, die Finanzierung erwies sich jedoch als Herausforderung.
Laut Bürgermeister Steindler konnten die Kosten für die Errichtung des Klubhauses zunächst nicht aus dem Budget des Landes Oberösterreich gedeckt werden. In der Folge wurde das Gesamtprojekt einer Kostenreduktion von rund 550.000 Euro unterzogen. „Wir haben das Projekt noch einmal durchgerechnet und Anpassungen vorgenommen, um eine Reduktion der Gesamtkosten um rund 550.000 Euro zu erreichen. Wenn das Land diesem überarbeiteten Budget zustimmt, können wir die gesamte Anlage inklusive Klubhaus innerhalb des vorgesehenen Kostenrahmens umsetzen“, so Steindler.
Der zunächst kolportierte Termin für eine Eröffnung im September 2026 gilt damit als nicht mehr realistisch. Eine Eröffnung im September 2026 „wäre zwar schön gewesen, ist aber nicht entscheidend“, betont der Bürgermeister. „Wichtiger ist für uns, dass die Anlage inklusive Klubhaus und entsprechend den heutigen Qualitätsstandards fertiggestellt wird. Wir wollen nichts übers Knie brechen, sondern ein Projekt, das für den Sport in Ternberg langfristig eine positive Entwicklung sicherstellt“, erklärt Steindler.
Sportler freuen sich über neue Infrastruktur
Bei vielen Sportlerinnen und Sportlern überwiegt ganz klar die Vorfreude. Sie sehen in der modernen Anlage eine wichtige Investition in die Zukunft des Vereins- und Breitensports in Ternberg.
Foto © Gerhard Hütmeyer.