• BEZIRK: LINZ, OÖ
Oben: An der Baustelle für den EAF herrscht Hochbetrieb. Foto © voestalpine

Wichtiges Etappenziel für Österreichs größtes Klimaschutzprogramm: Das Kernequipment des neuen Elektrolichtbogenofens (EAF) für den voestalpine Standort in Linz ist eingetroffen. Die Anlieferung der Einzelkomponenten mit einem Gesamtgewicht von 790 Tonnen erfolgte in mehreren Transporten größtenteils per Schiff. Der EAF wird im 1. Halbjahr 2027 in Betrieb gehen und im Vollbetrieb jährlich rund 1,6 Mio. Tonnen Stahl mit einem deutlich geringeren CO2-Fußabdruck produzieren. 

LINZ / OÖ. Die voestalpine errichtet an ihren beiden Standorten in Linz und Donawitz jeweils ein neues Stahlwerk inmitten hochausgelasteter Produktionen. Das Jahr 2026 ist das entscheidende Umsetzungsjahr: Die Bauarbeiten werden finalisiert, die zentralen Aggregate werden geliefert bzw. montiert und die erforderlichen Versorgungsstrukturen gehen in Betrieb. Im ersten Halbjahr 2027 erfolgen die ersten Schmelzen in den neuen Elektrolichtbogenöfen und die offizielle Inbetriebnahme. Danach werden die Anlagen schrittweise hochgefahren – mit Tests, Probebetrieb und allen notwendigen Prüfungen bis zum stabilen Regelbetrieb. 

„Wir setzen mit greentec steel, Österreichs größtem Klimaschutzprogramm, weltweit neue Maßstäbe in der nächsten Generation der Stahlproduktion. Das Projekt ist an beiden Standorten sowohl zeitlich wie budgetär im Plan“, sagt Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG. 

Kernaggregate aus Europa, Fertigstellung in Linz
Für den Elektrolichtbogenofen in Linz wurden die Hauptkomponenten in mehreren europäischen Ländern – Deutschland, Italien und der Türkei – gefertigt und an den Standort geliefert. Vor Ort werden die einzelnen Komponenten nun montiert, präzise ausgerichtet und zu einer betriebsbereiten Anlage zusammengeführt. „Der Elektrolichtbogenofen ist das technologische Herzstück der neuen Anlage. Die erfolgreiche Anlieferung aller Komponenten ist das Ergebnis monatelanger Planung und der erfolgreichen Zusammenarbeit mit unserem Projektpartner Primetals Technologies. Nun beginnt die nächste entscheidende Projektphase, die Fertigstellung der Gesamtanlage“, sagt Hubert Zajicek, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG und Leiter der Steel Division. 

Minus 30 % CO2-Emissionen bis 2029
Die voestalpine hat mit greentec steel eine klare Strategie und stellt wie geplant in einem ersten Schritt ihre Produktion in Linz und Donawitz teilweise auf eine elektrifizierte Stahlerzeugung um. Die Elektrolichtbogenöfen gehen im ersten Halbjahr 2027 in Betrieb. Bis 2029 können dadurch bis zu 30 % der CO2-Emissionen gegenüber 2019 eingespart werden, dies entspricht fast 5 % der jährlichen CO2-Emissionen Österreichs. Damit ist greentec steel das größte Klimaschutzprogramm in Österreich. 

Die Steel Division des voestalpine-Konzerns übernimmt als global agierende Herstellerin hochqualitativer Stahlprodukte eine treibende Rolle bei der Gestaltung einer sauberen und lebenswerten Zukunft. Bei der Stahlerzeugung setzt die Steel Division Benchmarks bei der aktuellen Produktionsroute und verfolgt mit greentec steel einen ambitionierten Stufenplan für eine Stahlerzeugung mit Net-Zero-CO2-Emissionen.

Als ersten Schritt bietet die Steel Division alle Flachstahlprodukte bereits jetzt wahlweise in einer CO2-reduzierten greentec steel Edition an und arbeitet gleichzeitig an der Umsetzung klimafreundlicher Produktionstechnologien auf Basis von erneuerbaren Energien. Mit ihren qualitativ hochwertigen Stahlbändern ist die Steel Division erste Anlaufstelle namhafter Automobilhersteller:innen und –zulieferer:innen weltweit. Darüber hinaus ist sie eine der wichtigsten Partnerinnen der europäischen Maschinenbau- sowie der Hausindustrie.

Für den Energiebereich fertigt sie Grobbleche und Gussprodukte für Anwendungen in schwierigsten Bedingungen und bietet für den Ausbau erneuerbarer Energie maßgeschneiderte Lösungen. Im Geschäftsjahr 2025/26 erzielte die Division einen Umsatz von 5,7 Mrd. Euro, ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 811 Mio. Euro und beschäftigte weltweit rund 10.800 Mitarbeitende.

 

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