• BEZIRK: STEYR
Foto © Mauthausen Komitee Steyr

STEYR. Auf Einladung des Mauthausen Komitees Steyr wurde am Mittwochabend im Museum Arbeitswelt das neu erschienene „Handbuch Rechtsextremismus in Österreich“ vorgestellt. Knapp 200 Besucher:innen folgten der Einladung, darunter auch Schüler:innen der HLW Steyr, die sich im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit dem Thema Rechtsextremismus auseinandersetzen.

Unter der Moderation des OÖN-Journalisten Klaus Buttinger diskutierten die langjährige Leiterin des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW), Brigitte Bailer, und der aktuelle DÖW-Leiter Andreas Kranebitter über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Strategien der extremen Rechten.

Größte Gefahr ist Normalisierung
Kranebitter warnte dabei vor einer zunehmenden gesellschaftlichen Verharmlosung rechtsextremer Ideologien: „Wenn es um Rechtsextremismus geht, besteht die größte gesellschaftliche Gefahr heute in seiner Normalisierung. Die Gesellschaft erkennt Rechtsextremismus vielfach nicht mehr als Problem, obwohl er grundlegend gewaltaffin und demokratiegefährdend ist.“ Rechtsextremismus sei heute „quantitativ die größte Gefahr für unsere Demokratie“, werde jedoch häufig relativiert oder geleugnet.

Im Mittelpunkt des Abends stand das im Falter-Verlag erschienene „Handbuch Rechtsextremismus in Österreich“, das einen umfassenden Überblick über Ideologien, Netzwerke, Akteur:innen und aktuelle Erscheinungsformen der extremen Rechten bietet. Das Werk versteht sich als wichtige Informations- und Arbeitsgrundlage für Wissenschaft, Medien, Politik und Zivilgesellschaft.

Im Anschluss an die Buchpräsentation entwickelte sich eine angeregte Diskussion mit dem Publikum. Die zahlreichen Wortmeldungen machten deutlich, wie groß das Interesse an einer differenzierten Auseinandersetzung mit rechtsextremen Entwicklungen und den Herausforderungen für die Demokratie ist.

Nächste Veranstaltung des Mauthausen Komitee Steyr:

Mo., 9. November 2026

  • 17.00 Uhr, Gedenkfeier am Jüdischen Friedhof
  • 19.30 Uhr, Oj, hab ich gelacht! Konzert im Museum Arbeitswelt

Mehr zum Thema