OÖ. Nicht nur in Tschechien, auch in Deutschland wird intensiv nach einem Endlager für radioaktiven Müll aus Atomkraftwerken gesucht. Die Deutschen haben die technischen Kriterien derart gelockert, dass auch in nicht absolut wasserdichtem Gestein ein Endlager geschaffen werden kann ...

"Damit sind grenznahe Standorte in Bayern möglich geworden. Als Oberösterreich bekennen wir uns zu einem europaweiten Atomausstieg und lehnen diese unsicheren und grenznahen Standorte ab. Ich freue mich, dass wir auf meine Initiative hin ein einstimmiges Signal des Oö. Landtags im Kampf gegen Atomgefahren aussenden“, so SPÖ-Anti-Atom-Sprecherin Gerda Weichsler-Hauer.

Konkret fordert der Oö. Landtag die Bundesregierung und Europa auf, dass weder ein Atommüll-Endlager noch ein Zwischenlager in Grenzregionen zum atomkraftwerkfreien Österreich errichtet wird. Anlass ist der anstehende „Zwischenbericht Teilgebiete“ der deutschen Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), die mit der Standortsuche für Endlager befasst ist. Darin werden nun auch Endlagerstätten in wasserdurchlässigem Gestein in Betracht gezogen. „Der stetig steigende Druck endlich eine Endlagerstätte zu finden, lässt die Kriterien politische Durchsetzbarkeit eines Standortes gegenüber jenen der geologischen und technischen Sicherheit in den Vordergrund rücken“, warnt Weichsler-Hauer.

„Ein vermeintlich höherer technischer Standard in Deutschland ist kein Garant für Sicherheit, wie der Atomunfall in Fukushima im Hochtechnologieland Japan bewies. Angesichts der letztlich unkontrollierbaren Gefahren die von Atomkraftwerken und Atommüll-Lagern ausgehen, gilt es alle rechtlich und politisch möglichen Schritte zu unternehmen, um diese abzuschalten beziehungsweise zu verhindern“, unterstreicht die sozialdemokratische Anti-Atom-Sprecherin.