OÖ. Unsere Betriebe tragen in dieser schwierigen Zeit ein besonders großes Risiko und eine große Verantwortung. Unser Dank gilt der Bundesregierung und den Sozialpartnern, dass rasch und unbürokratisch Hilfsmaßnahmen für die Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Beine gestellt werden können ...

Wir gehen davon aus, dass wir für dieses Hilfspaket im Sinne eines nationalen Schulterschlusses breite Unterstützung erhalten. Diese Herausforderung schaffen wir nur gemeinsam – die Unternehmerinnen und Unternehmer, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Familien.

Durch einen Schulterschluss mit der Bundesregierung und den Sozialpartnern haben wir heute die Einrichtung des Corona-Krisenbewältigungsfonds in Höhe von vier Milliarden Euro beschlossen. Ziel des Bündels an Maßnahmen ist es, den Betroffenen rasch und unbürokratisch zu helfen, indem wir die Zahlungsfähigkeit der Betriebe sichern, möglichst viele Menschen in Beschäftigung halten und Härtefälle, vor allem bei EPUs und Familienbetrieben, abfedern.

Die beschlossenen Maßnahmen im Überblick:

ZAHLUNGSFÄHIGKEIT ERHALTEN

  • Kreditgarantien für Überbrückungsfinanzierung: Der Staat übernimmt Garantien für Unternehmen, die durch das Coronavirus in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.
  • Überbrückungskredite: Für betroffene Betriebe stehen Mittel zur Aufrechterhaltung ihrer Zahlungsfähigkeit zur Verfügung.
  • Steuerstundung und Herabsetzung der Steuervorauszahlung für betroffene Unternehmen.
  • Gespräche mit führenden Banken: Ziel sind zusätzliche Kreditgarantien und Kreditstundungen durch die Institute.
  • Stärkung und Beschleunigung der Exportförderung: Schnellere Exporte sorgen für eine raschere Verfügbarkeit finanzieller Mittel.

ARBEITSPLÄTZE SICHERN

  • Kinderbetreuung: Für die Arbeitnehmer sind drei Wochen Corona-Sonderbetreuungszeit möglich, wenn kein Urlaub mehr zur Verfügung steht und auch keine Überstunden-Guthaben da sind. Ein Drittel der Kosten wird dabei von staatlichen Stellen übernommen.
  • Corona-Kurzarbeitsmodell: Das neue Modell der Sozialpartner ist für betroffene Unternehmen günstiger und unbürokratischer, das Verfahren kürzer. Die Corona-Kurzarbeit kann ab Montag, 16.3.2020, beim AMS zunächst für bis zu 3 Monate beantragt werden.
  • Verfahrensbeschleunigung bei Kurzarbeit: Die Frist für Kurzarbeit wird von sechs Wochen auf 48 Stunden verkürzt.

IN HÄRTEFÄLLEN HELFEN

Einrichtung von zwei Härte-Fonds für EPUs und Familienbetriebe: Dies ist notwendig, weil die Betroffenen im Regelfall weder von der Kurzarbeit noch von den Garantien profitieren.

WKOÖ-Service-Center im Höchsteinsatz — Auch Chatbot Vera beantwortet Fragen

Das WKOÖ-Service-Center ist derzeit im Höchsteinsatz, um alle eingehenden Fragen zum Thema Coronavirus so zeitnah wie möglich zu beantworten. Aufgrund der mittlerweile an die 100.000 Anfragen, sei es telefonisch, via Mail oder digital, bitten wir um Verständnis, dass es zu Wartezeiten kommt.

Unsere Webseiten bieten umfangreiche Infos & Maßnahmen:
Ein Möglichkeit, Auskünfte auf unternehmensspezifischen Fragen rund um den Coronavirus zu erhalten, bietet auch der WKOÖ-Chatbot Vera wko.at/ooe

Umfangreiche Informationen, die laufend aktualisiert werden, finden Unternehmen zusätzlich rund um die Uhr in den FAQs auf wko.at/coronavirus