STEYR. MAN unterstützt auch weiterhin und vor allem jetzt mit einer Spende von 5.000 Euro das Kinderschutzzentrum WIGWAM in Steyr. Dr. Dietmar Klein, Geschäftsführer für Produktion bei MAN Truck & Bus Österreich GesmbH übergab den Scheck an Sonja Farkas, Geschäftsführerin von WIGWAM ...

„Wie alle, sind wir im WIGWAM durch die Covid-19-Maßnahmen mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Wir mussten Kontakte zu Klienten einstellen und haben während des Lockdown zu unseren 110 Familien vor allem telefonisch Kontakt gehalten, aber auch erste Erfahrungen mit Psychotherapie per Skype gemacht. Wir mussten beobachten, wie die Anspannung in den Familien Woche für Woche steigt, die Situation poröser wurde und es zum Teil auch zu unschönen Eskalationen gekommen ist. Die Ausgangsbeschränkungen, Belastung durch Heimunterricht der Kinder, Angst vor Krankheit oder Kündigung, beengte Wohnverhältnisse und existenzielle Sorgen bedeuten eine enorme Belastung. In diesem Spannungsfeld gelingt es manchen Familien nicht mehr, ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen. Aufgrund der Isolierung blieb aber auch noch viel im Verborgenen, wir rechnen mit einem Steigen der Anlassfälle“, schildert Fr. Farkas die Situation.

„MAN in Steyr musste wegen zusammengebrochener Lieferketten fast sechs Wochen die Produktion anhalten. Das hat wie überall in der österreichischen Wirtschaft natürlich Auswirkungen auf jede Finanzplanung. Wir haben uns dennoch entschieden, die partnerschaftliche Unterstützung von WIGWAM fortzusetzen, weil die Umstände es gerade jetzt erforderlich machen, dass Gesellschaft und Wirtschaft zusammenstehen“, erklärt Dr. Klein.

Fr. Farkas führt weiter aus: „Wir sind in der paradoxen Situation, dass der Bedarf an Kinderschutz steigt, aber gleichzeitig die Opferschutzeinrichtungen von Subventionskürzungen bedroht sind und wir auch befürchten müssen, dass unsere Spendeneinnahmen heuer deutlich zurückgehen. Dies hätte zur Folge, dass personelle Ressourcen reduziert werden müssen und dadurch gewaltbetroffene Kinder und Jugendliche nicht mehr zeitgerecht psychotherapeutisch versorgt werden können. Für uns ist die bewährte Kooperation mit MAN – gerade in dieser für alle Seiten sehr herausfordernden Zeit – ein wichtiger Anker. Ein Riesen „Danke“ dafür! Wir freuen uns auch schon wieder auf unseren Lehrlingsworkshop bei MAN, der den Jugendlichen ein „Halt der Gewalt!“ aufzeigt und ihnen näherbringt, wo und wie im Falle von auftretender Gewalt Grenzen gesetzt werden können.“