STEYR. Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Politiker/innen, die die Westspange Steyr befürworten! Kürzlich hatte der Gemeinderat bezüglich der Westspange wieder seine große Bühne, im Stadtsaal. Aber statt diesbezüglich vernünftige Politik darzubieten, zeigte sich in dieser Inszenierung wieder einmal das wahre Gesicht ...

Einmal mehr stellten die Grünen die Sinnhaftigkeit der Westspange in Frage, zumindest sollte eine neue Evaluierung des Projektes hinsichtlich der Corona-Krise durchgeführt werden. Doch mit Fakten ist anscheinend dem Steyrer Bürgermeister Hackl nicht beizukommen, ebenso wenig wie seiner rot-schwarz-blauen Gefolgschaft. Steyr bräuchte die Westspange wie der Fisch das Wasser, so deren Meinung. Aber wer sind in Wahrheit die wirklichen Nutznießer? Das wurde sehr deutlich gesagt!

Die Wirtschaft, so polterte Landtagsabgeordnete Kattnig von der FPÖ, braucht diese 4km lange Westspange und brachte als Beispiel das BMW-Werk, das etwa aus der Ukraine beliefert wird. Transportwege von mehreren hundert Kilometer werden wegen 4km frischen Asphalts jedenfalls nicht optimiert. Für die lokale Wirtschaft ergibt sich also kein Vorteil für die Transportunternehmen und keine Kostenersparnis für die Unternehmen. Wenn man diese Westspange als Teil einer europäischen Nord-Süd-Route betrachtet, dann könnten sich LKW einiges an Mautkosten ersparen. Dann sollte aber BGM Hackl der Steyrer Bevölkerung tatsachengemäß erklären, dass die Westspange keine Umfahrungs-, sondern eine Transitstraße mitten durch das Stadtgebiet ist.

Ob Umfahrungs- oder Transitstraße, eines wird die Westspange sicher nicht sein, eine Entlastung des innerstädtischen Verkehrs, was auch in dieser Gemeinderatsitzung nie erwähnt wurde. Das sagen auch das Land OÖ, Verkehrsexperten und Menschen mit Hausverstand, denn wie es so treffend heißt: „Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten“. Auch dieser alten Erkenntnis verweigern sich viele Politiker/innen hartnäckig.

Aber was spricht dann eigentlich gegen die Westspange? Kurz gesagt: Verschwendung von zumindest 40 Millionen Euro Steuergelder, die in öffentlichen Verkehr, Radwege usw. besser investiert wären, Zerstörung landwirtschaftlichen Bodens, Zerstörung des Grüngürtels, Zerteilung des Stadtteils Gleink, Luftverschmutzung, Abgase, Lärm, CO2-Belastung, mehr innerstädtischer Verkehr, mehr Autounfälle, mehr Tote,...

Aber was sind schon Argumente, Herr Bürgermeister... Oder?

Verein Grüngürtel statt Westspange

Link: www.westspange.at

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